Freitag, 11. September 2015

Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt

Frühstück in Köln auf dem Kölner FrühstücksmarktHeute gibt es von Frühstück in Köln einen Sonderpost, denn dieses Mal haben wir nicht ein Café oder ein Restaurant getestet, sondern waren mal so ganz anders frühstücken. Ganz klassisch in "Streetfood Festival"- Manier haben wir den Kölner Frühstücksmarkt - präsentiert von We Are City" - für euch getestet. Wie's war und ob sich ein Besuch auf dem Frühstücksmarkt in Köln lohnt, das erfahrt ihr hier ...


Kölner Frühstücksmarkt mit Frühstück in Köln


Frühstück in Köln auf dem Kölner FrühstücksmarktDer Kölner Frühstücksmarkt fand zum zweiten Mal im Club Bahnhof Ehrenfeld (CBE) - direkt am
Ehrenfelder Bahnhof - statt. Die Location ist hierfür wirklich gut geeignet und auch sehr hübsch, denn einerseits ist der CBE ja ein klassischer Club und andererseits eben auch ein toller Biergarten. Für die Frühstücksfreunde in Köln heißt das: Jede Menge Platz zum Draußenfrühstücken. Veranstalter sind, wie schon erwähnt, die Gründer von "We Are City". Wer das noch nicht kennt: Auf der Webseite finden Kölner und Kölnbesucher jede Menge Tipps zum Essen, Ausgehen und Lieblingsplätzen in der Domstadt. Wir raten unbedingt mal vorbeischauen. Denn selbst wir sind Fans seit wir die beiden bei ihrer ersten Buchpräsentation von "We Are Cologne" erlebt haben und bis heute treu geblieben.
Der #2. Kölner Frühstücksmarkt im Club Bahnhof Ehrenfeld. Und das zweite Mal, dass wir hin wollten. Beim ersten Mal kamen wir leider nicht rein. Aus Fehlern lernt man und so waren an diesem Sonntag a) früh vor Ort und b) sogar eingeladen.

Eigentlich wollten wir schon beim ersten Frühstücksmarkt das Angebot für euch testen. Leider war es jedoch so voll, dass wir es einfach nicht schafften auf das Gelände zu kommen. Deshalb: Neuer Anlauf, neues Glück. Hat's uns gefallen? Was hat gefehlt und was war toll?

Die Angebote auf dem Kölner Frühstücksmarkt


Dieses Mal ist es nicht ganz so voll auf dem Kölner Frühstücksmarkt. Durch die längeren Öffnungszeiten hat sich der Besucherstrom etwas entzerrt und die parallel stattfindenden Veranstaltungen in Köln bzw. sogar in Ehrenfeld, kommen zusätzlich hinzu.Trotzdem ist es im Innenraum recht gut gefüllt und einen Sitzplatz zu finden, der nicht gerade in der prallen Sonne liegt, fast unmöglich. Deswegen unser erster Wunsch an die Veranstalter: Wenn der nächste Frühstücksmarkt wieder im Sommer stattfindet, verteilt entweder Sonnencreme oder stellt einfach noch ein paar Sonnenschirme mehr auf.
Wie man uns kennt: Wir sind kein bisschen vorbereitet. Deshalb checken wir erst die Lage und laufen etwas unstrukturiert durch die Location.

Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt
Nach zwei Runden (und mit leeren Magen) wurde es dann auch mal Zeit zu bestellen. Die Frau gibt das Budget vor: 20 Euro. Für beide zusammen. Im Hinterkopf überlege ich wo ich später noch etwas essen gehe. Denn bei den Preisen hier habe ich Angst nicht satt zu werden. Also ist Cleverness gefragt und ich entscheide mich für Hummus. Der macht schon mal satt ...

Wer's nicht kennt: Der Frühstücksmarkt ist wie ein klassisches Streetfood Festival aufgebaut - überall gibt es kleine Stände mit allerhand Leckereien. Vorteil des Kölner Frühstücksmarktes und für mich auch ein Alleinstellungsmerkmal ist: Die Anbieter kommen allesamt aus Köln bzw. dem Kölner Umland.
Die Location ist so aufgebaut, dass man die Möglichkeit hat sowohl im Innenraum als auch draußen verschiedene Stände zu besuchen. Dabei reicht das Angebot vom klassischen Kaffee bis hin zur Cornflakesbude. Das juckt uns natürlich in den Fingern und deswegen geht jetzt auch direkt das Testen los.

Den Yufka-Burger am Eingang habe ich direkt links liegen gelassen. Für mich ist der Begriff "Burger" nämlich tot! Kaputtgeritten wie das Prädikat „BIO“. Man könnte es auch folgendermaßen formulieren: Ein Burger bei einem Streetfood Festival ist ungefähr das, was bunte "Nokia 5110 Schalen" früher auf dem Flohmarkt waren. Und - sorry - das meine ich genau so, wie es sich anhört!

Kaffeeangebot auf dem Kölner Frühstücksmarkt


Frühstück in Köln auf dem Kölner FrühstücksmarktNatürlich gibt es, wie bei einem normalen Frühstück in Köln, auch auf dem Kölner Frühstücksmarkt zu Beginn ein Heißgetränk - für mich Kaffee mit Milch, für den Mann, der immer mitkommt, Espresso. Wir entschieden uns den Anfang bei Schamong zu machen - die kennen wir schließlich und da weiß man, was man bekommt. Barista Fabio de Nittis (bei dem wir auch mal gefrühstückt haben und der uns erzählte, dass es dort jetzt kein Frühstück mehr gibt), malte noch kurz ein Herzchen in den Milchschaum und schon ging es weiter. Wer wissen will, wie Schamong-Kaffee schmeckt: Vor allem sehr heiß! Ich habe mir meine Zunge so sehr verbrannt, dass ich auch am Abend des nächsten Tages noch genug davon hatte.

Den Fabio hinter der Barista Theke kenne ich. Hat er mich doch schon mal mit einem sehr unorthodoxen Pizzabelag überrascht und aus den Socken gehauen ...
Espresso ist da viel eher seine Spezialität und der ist auch wieder mal perfekt. Das überall ein Herz reingemalt werden muss, ist mir zuviel Chichi. Aber die YouTube-Mädchen mögen das und instagramen munter was das Zeug hält. Daher will ich mal nichts über die Zielgruppe sagen. An dieser Stelle sind die ersten 5 Euro schon weg.

Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt
Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt

Erste Station: Mashery - Hummus Kitchen auf dem Kölner Frühstücksmarkt


Bei dem wirklich breitgefächerten Angebot des Kölner Frühstücksmarktes konnten wir uns erst gar nicht entscheiden, wo wir den Anfang machen. Entschieden hat der Mann, der immer mitkommt, dann für uns: Bei Mashery, dem Kölner Hummus Kitchen, gab's den ersten Stop.

Mein gutgemeinter Tipp an das Mashery-Team: Euer Logo erinnert an eine Metalband. Warum? Weil man den Namen nicht lesen kann. Das "s" sieht aus wie ein "g". Ich hab rumgefragt: Selbst meine Doktor-Freundinnen haben's nicht erkannt. Bitte unbedingt ändern! Ihr macht so gutes Essen, der Name ist cool, aber das Logo ist unlesbar. Meine Wahl fiel übrigens auf den "Jerusalem Hummus". Warme Kichererbsen in der Mitte. Und noch ein (Bio) Ei dazu. Zusammen mit einem Viertel Fladenbrot. Kostenpunkt: 4,90 Euro.
Und wie war's? Lecker! Gutes Olivenöl und ein wirklich sämiger Hummus. Übrigens mache ich das hin und wieder auch mal selbst - und glaubt mir - die Hummus-Zubereitung ist gar nicht mal einfach. Respekt für das Team von mashery. Ich möchte noch einen Teller. Die Frau sagt: Nein! 

Frühstück in Köln auf dem Kölner FrühstücksmarktWas soll ich sagen: Gute erste Wahl, wenn nicht sogar eine der besten Entscheidungen des heutigen Tages. Wer Hummus mag, wird Mashery lieben. Ich hätte nebenan übrigens auch gerne eine Quiche gegessen. Für einen Mini-Happen aber 5 Euro zu zahlen, das war dann doch etwas zu viel. Im Allgemeinen ist der Kölner Frühstücksmarkt sehr teuer. Neben dem Eintritt von 3 Euro, zahlt man bei den Mini-Gerichten meist um die 5 Euro, ohne dabei satt zu werden. Für ein Frühstücks-Event definitiv teuer.
Leider gingen auch für mich die herzhaften Muffins gar nicht. Denn überall wo herzhaft draufstand, war auch Pesto drin. Und das verträgt sich nicht im Ansatz mit meinem Magen. Dafür sahen jedoch nebenan die Mini-Cupcakes sehr gut aus - doch bevor es Nachtisch gibt, muss erst einmal gefrühstückt werden ...



Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt

Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt

Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt

Nächste Station: Yummy Café & Müsli


Frühstück in Köln auf dem Kölner FrühstücksmarktIch hatte Lust auf etwas Herzhaftes. Ihr wisst ja: Brot, Käse, Salami und die Dame ist happy. Leider sind Brot oder gar Schnittchen hier Fehlanzeige. Einzig einen wirklich tollen Käsehändler gibt es, der uns auch munter probieren lässt. Aber das Brot ... das fehlt weiterhin. Beim Stand von "Yummy" blieben wir stehen, denn hier wurde mit Panini (4,50 Euro) geworben, frisch belegt und scheinbar auch beliebt. Ich habe mir ein Panini empfehlen lassen, weil wir uns zwischen Balkan Beat (unter anderem mit Grillgemüse und Schinken), sowie Bon Voyage (Brie mit Birne) nicht entscheiden konnten. Am Ende gab's ein Bon Voyage, was wir uns teilten. Sagen wir so: Es war ganz okay, aber genauso leckere Paninis gibt's hier in Köln auch bei Woyton. Was auch immer der "Raw Kuchen" ist, wir hätten ihn stattdessen testen sollen ... .

Ich hab immer noch Hunger. Also ab nach draußen zu Yummy Café & Müsli auf ein 

Panini. Nach einem kurzen Gespräch mit der Chefin wurde uns das Brie/Walnüsse/Birne/Rucola/Honig/Frischkäse-Panini wärmstens ans Herz gelegt.
Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt
Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt
Und direkt vorweg: Es war auch lecker. Wobei vom professionellen Standpunkt aus betrachtet, passt Ziegenkäse und nicht Brie zu dieser Kombination. Und wenn Brie, dann ein Brie mit Geschmack, kein Feld-Wald-und-Wiesen Brie. Und wenn ich schon bei Laune bin, ich habe mir die Zubereitung angeschaut! Eine halbe Walnuss, zerbröselt auf einem Panini und dazu eine fast schon transparent-filetierte Birnen-Scheibe. Echt jetzt? Und kein Panini-Brot, sondern ein einfaches Fladenbrot.
Hier wurde an jeder Stelle bei den Zutaten gespart und das, obwohl ein Panini fast 5 Euro kostet. Ich habe vor nicht allzu langer Zeit einen Artikel über das Café Sehnsucht geschrieben und wer's gelesen hat, der weiß, dass das jetzt nicht so grandios war ...
 
Doch lasst euch sagen: Die Paninis im Café Sehnsucht sind hochwertiger, reichhaltiger, voller und einfach besser (zudem noch günstiger!) Und da ist es: Das positive Haar, das ich am Café Sehnsucht gelassen habe.
Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt


Frühstück in Köln auf dem Kölner FrühstücksmarktDraußen war außerdem der Stand mit den French Toasts und eine gefühlt kilometerlange Schlange. Ich mag keinen Süßkram zum Frühstück und der Mann, der immer mitkommt, hat sich auch lieber nach einem hippen Mate-Tee umgesehen, zisch, die Dose aufgerissen und probiert. Ich fand den gut, mein Kreislauf auch.

Statt einer grünen Praline im Innenraum, auf die meine Begleitung zusteuerte, 

schaute ich mir den "Softdrink-Stand" an und kaufte eine Dose Taiberg. Schon jetzt hatte ich vergessen, was wir alles schon ausgegeben hatten.

Auf mein Nachfrage hin versicherte mir die Dame am Stand, dass hier nichts nach Gummibärchen riecht oder schmeckt. Stimmte auch. Es schmeckt trotzdem nicht nach mehr, sondern am ehesten nach Sodbrennen.

Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt

Kölner Frühstücksmarkt und Cough 'n' Candy


Frühstück in Köln auf dem Kölner FrühstücksmarktDer Mann, der immer mitkommt, hat es schon angeteasert. Grüne Praline? Ich bin ja immer sehr neugierig, wenn es um Essen geht. Auf dem Tag des guten Lebens hatte ich vor nicht allzu langer Zeit schon mal Würmer probiert - man gönnt sich ja sonst nichts. Was ich nicht kenne, muss ich probieren und Dazu zählten beim Kölner Frühstücksmarkt auch diese kleinen schwarzen Bällchen von Cough 'n' Candy. Umhüllt mit Algen und gefüllt mit unter anderem Nüssen? Das hörte sich einfach merkwürdig an. Vorher habe ich übrigens noch kurz um eine kostenlose Yoga-Stunde gewürfelt ... und sie nicht gewonnen. Wie dem auch sei: Die kleinen dunklen Wunderbällchen kosteten 2 Euro das Stück. Und sie waren einer meiner größten Fehler!
1. Es hat nicht geschmeckt
2. Meine Lippen, meine Zähne und meine Zunge waren grün.
3. Grün und eklig.

Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt

Die Frau möchte einen Seetang Booster von Cough 'n' Candy probieren und ich 
Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarktdenke noch: Die Interviews führe dann wohl besser ich oder wir besorgen ihr gleich eine Zahnbürste aus dem Automaten am Ehrenfelder Bahnhof. Keine Ahnung, wie das geschmeckt hat, aber es macht die Zähne grün. Und nicht etwa so ein "Och, wie schön grün hier alles ist"- Wanderurlaub Österreich 2010 - Grün. 
... ich fotografiere erstmal munter Zähne für spätere Erpressungen. 

Zeit für etwas Warmes. Im Innenraum finden wir das nächste Heißgetränk, was sicherlich auch eines unserer Highlights ist - dank des wirklich netten Services. Dust & Glory - "Kaffee" aus Tee, heißt das Konzept. Nach einer netten Beratung erfahren wir, dass man den Tee wie in einer normalen Kaffeemaschine zubereiten kann. Mein "Kaffee" war aus Roibos - schmeckte mal anders und sehr lecker.

Frühstück in Köln auf dem Kölner FrühstücksmarktWas mich total neugierig gemacht hat, war die sympathische Frau mit der 
Siebträgermaschine und Roibos bzw. Honeybush Tee. Nein, Espresso. Nein, Tee. 
Dust & Glory bietet koffeinfreien Espresso aus Südafrika an, der zu 100% aus Roibos bzw. Honeybush Tee besteht. Das musste ich probieren und danach direkt mal hinterfragen. Zugegeben: Ich stehe ja auf Espresso und lasse mir regelmäßig meine (kubanischen) Bohnen im Sauerland rösten. Ich bin mir bewusst, dass das schnöselig klingt, es soll aber nur mein Verhältnis zum Espresso verdeutlichen.
Espresso ohne Koffein ist wie Mehl durch die Nase ziehen! 
Die Frage hier ist: Schmeckt es nach Espresso? Nein, tut es nicht. Aber es schmeckt auch nicht nach Tee. Mit ein bisschen Zucker schmeckt es auf jeden Fall schon mal besser als die meisten Plörre-Espresso (auch "Expresso" genannt), die man aus dem Automaten ziehen kann. Für mich wäre das - allein schon wegen des fehlenden Koffeins - nichts, aber für Menschen mit "Koffein-Intoleranz", ist der Dust & Glory "Kaffee" auf jeden Fall eine bekömmliche Alternative. Den Cappuccino auf der gleichen Basis fand ich hingegen sehr fade. 

Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt

Mein Highlight beim Kölner Frühstücksmarkt: Flakescorner


Okay, sagen wir so: Ich war und bin parteiisch. Als ich beim Flakescorner meine allerliebsten Lucky Charms (Cerealien mit Marshmallows) entdeckte, war ich hin und weg. Die habe ich schon als Kind in den USA in mich hineingestopft und kaufe sie seitdem überteuert - und zwar für über 10 Euro die Packung - im Englischen Supermarkt. Es gab eine Zeit, da schickte mir meine Schwester diese leckeren Dinger sogar alle drei Monate aus den USA nach Deutschland. Zusammengefasst: Ich musste den Flakescorner einfach ausprobieren und dabei bin ich generell kein Cornflakes-Esser beim Frühstück. Doch was ist der Flakescorner überhaupt? Hier findet ihr eine Menge Auswahl an bekannten und unbekannten Marken rund um Cerealien. Ähnlich wie beim Frozen Yoghurt wählt man die Größe der Schale sowie die Flakessorte und bekommt zusätzlich ein Topping. Diese Toppings können Schokolinsen sein oder eben auch selbstgemachte "Marshmallow-Lucky-Charms".
Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt
Ich habe mir natürlich alles auf einmal gegönnt. Die Verpackung des Flakescorners ist dabei wirklich hübsch. Die Flakes kommen in einer China Box, die Milch im kleinen Kännchen. Übrigens konnte ich auch entscheiden, ob ich normale Milch, Milch minus L oder sogar Soja Milch haben möchte. Und die Jungs, die den kleinen Laden vor kurzer Zeit gegründet haben, sind wirklich nett! Alles in allem: Ein Genuss! Die selbstgemachten Lucky Charms schmecken übrigens noch viel besser als das Original und so kann ich nur sagen: Jungs, macht schnell nen Laden in Köln auf!


Und dann gab es da noch: Cold Brew Coffee. Das ist ja in der Hipsterszene so was wie ein iPhone 6 unter den Kaffee-Styles. "The last cry" oder "Super nice", wie eine YouTuber-Managerin, die ich vor Kurzem kennengelernt habe, jetzt sagen würde.
Cold Brew Coffee (CBC) mache ich auch regelmäßig selbst: Mit 12 Stunden Wartezeit, einem Kühlschrank, gefiltertem Wasser und vernünftigen Bohnen kann wirklich jeder CBC herstellen.
Was mich mehr interessiert: Wie machen's die anderen? Also suchte ich das Gespräch. Statt konstruktiven Tipps und Einblicken gab es leider nur Plattitüden auf dem Kölner Frühstücksmarkt. Zitat: „Ich verwende Kaffee aus Nigeria und das führt zu einem Geschmack, der an Nektarine erinnert“.
Wir sprechen wohlgemerkt immer noch von Kaffee, der einfach nur kalt geworden ist. Wobei es gab tatsächlich eine "geheime" Zutat und weil ich Zutaten erschmecken kann (Ausbildung, kein Superskill) werde ich es euch auch verraten: Frische Pfefferminze. Dann ist es auch egal, ob der Kaffee von den blauen Bergen kommt. 

Zusammengefasst: Der Kölner Frühstücksmarkt ist wirklich hübsch. Jedoch fehlt es an Dingen wie "belegten Brötchen", einer großen Brotauswahl, vielleicht sogar etwas Wurst und Salami oder ausreichend Sitzgelegenheiten. Auch sind die Preise teilweise mitunter so uninteressant, dass man an einigen Ständen schweigend vorbeigeht. Wir möchten euch den Frühstücksmarkt trotzdem ans Herz legen, weil es hier um Kölner Kreative geht und Essen aus der Region. Der Kölner Frühstücksmarkt ist definitiv ein hübsches Kleinod unter den momentan fast schon nervigen Streetfood Festivals.

Der Frühstücksmarkt: Viel zu teuer?

Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt
So und jetzt mal Butter bei die Fische oder - im Zeitgeist - "... mal ohne Instagram 
Filter": Die Grundidee des Kölner Frühstücksmarktes, dass man überall etwas probiert und so über einen längeren Zeitraum frühstückt, geht pro Person schnell in die 25 Euro inklusive Getränke. Mir gefällt der Gedanke und auch das Konzept, doch man muss höllisch aufpassen, dass es nicht zu einem reinen Geschäft wird.
Denn bei vielen Portionen und Zutaten (man denke an das Panini) merkt man's am Preis. Das soll kein Kritikpunkt an die Betreiber sein, sondern eher ein Appell an alle Teilnehmer. Ein Beispiel: Es gab Stände, die hätten zur Stoßzeit locker 3 Mal soviel verkaufen können, wie sie letztendlich umgesetzt haben. Konsequente Arbeitsteilung, zwei Arbeitsplätze statt nur einer und mehr Vorbereitung, sind die Lösung. Wer dann noch ein bisschen was am Preis (nach unten) schraubt, hätte mehr Gewinn gemacht.
Ist so! Und für wen das jetzt unlogisch klingt, der sollte noch ein paar Folgen von diesen Restaurant-Rettern im Privatfernsehen gucken oder nach BWL googlen.  

Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt

Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt

Fazit: Ein gutes Konzept und ein paar Schwächen.


Adresse "Kölner Frühstücksmarkt" (Ehrenfeld)
Schönsteinstr. 1a
50825 Köln
Webseite / CBE

Anfahrt:
Mit den Linien 3,4 oder 13 bis Venloer Straße Gürtel fahren. Der CBE befindet sich in den Torbögen des Bahnhofs. 

Kommen wir wieder? Klar. Wir hoffen, dass es beim nächsten Mal noch eine größere Auswahl Brot gibt.

Bewertung:
Frühstück in Köln auf dem Kölner Frühstücksmarkt






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